Ausgabe 2 - Dezember 2011: Editorial

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Liebe Leserin,
lieber Leser,

Tripletherapie stellt hohe Ansprüche an Arzt und Patient

An die neuen HCV-Proteasehemmer sind große Erwartungen geknüpft. Um 30 % höhere Heilungsraten, das ist schon ein Wort. Doch dieses Ergebnis wurde in kontrollierten klinischen Studien erzielt. Ob sich das auch in der Praxis erreichen lässt?

Die Therapie stellt hohe Ansprüche an Arzt und Patient. Der Arzt muss zwei neue, komplexe und auch noch unterschiedliche Therapiealgorithmen anwenden. Er muss die unterschiedlichen Nebenwirkungen der beiden Proteasehemmer managen und  Interaktionen beurteilen, die teilweise noch gar nicht genau bekannt sind.

Auch für den Patient stellt die neue Tripletherapie eine enorme Herausforderung dar.  Schon die herkömmliche Standardtherapie mit pegyliertem Interferon und Ribavirin bringt manchen Patienten an die Grenze seiner Belastbarkeit. Jetzt kommen noch die Einnahme von 6 bzw. 12 Tabletten pünktlich alle acht Stunden mit Essen plus möglicherweise neue Nebenwirkungen dazu.

Diese neue Therapie ist nur für sehr motivierte Ärzte und Patienten geeignet.  Für die Ärzte bedeutet die Tripletherapie viel Fortbildung und viel Zeit für Aufklärung und Management ohne adäquate Vergütung. Für den Patienten bedeutet Tripletherapie eine komplette Umstellung des gewohnten Alltags auf ein Leben nur für die Hepatitis-Therapie. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, lassen sich sicherlich ähnlich hohe Heilungsraten erzielen wie in den Studien.

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Dr. Ramona Pauli-Volkert

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