Tripletherapie: Probleme bei Leberzirrhose


Amsterdam, 26.04. 2012

Die Tripletherapie mit Telaprevir/Boceprevir ist insbesondere bei fortgeschrittener Zirrhose risikoreich und wenig erfolgversprechend.

In den französischen CUPIC-Studien war die Tripletherapie mit Boceprevir/Telaprevir bei Patienten mit kompensierter Leberzirrhose mit einer SVR-Rate von rund 40% geringer als in Zulassungsstudien der Proteasehemmer. In einer österreichischen Beobachtung an 94 Patienten erreichten sogar nur 28% eine SVR.

Gleichzeitig war die Nebenwirkungsrate deutlich höher. Jeder zweite Patient hatte gravierende Nebenwirkungen. Bei rund 5% der Patienten kam es zu einer Dekompensation der Leberzirrhose. Die Mortalität in CUPIC lag bei 2%. Todesfälle gingen insbesondere auf schwere Infektionen/Sepsis zurück.

Prädiktoren für schwere Nebenwirkungen waren eine Thrombozytenzahl <90.000/µl und ein Albumin <35 g/dl. Ob schwere Infektionen/Sepsis durch eine prophylaktische Antibiotika-Gabe verhindert werden können, wurde in den Studien nicht untersucht.

 Safety and efficacy of triple therapy in patients with compensated cirrhosis



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