8. Deutscher Lebertag
Zwei Tage für die Leber
Zwei verschiedene Tage im Jahr erinnern an Lebererkrankungen. Zum "8. Deutscher Lebertag" am 20. November 2007 fanden erneut in ganz Deutschland Informationsveranstaltungen zu Lebererkrankungen statt. Der "Welt-Hepatitis-Tag" am 1. Oktober 2007 rief zum Hepatitis-Test auf.
Der 8. Deutsche Lebertag am 20. November 2007 wurde erneut gemeinsam von der Deutschen Leberhilfe e.V., der Bundesarbeitsgemeinschaft Leber e.V., dem Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net), der Deutschen Leberstiftung, der Gastro-Liga e.V., der Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (GRVS) e.V. sowie dem BNG e.V. ausgerichtet. Das Motto lautete "Hand in Hand für eine gesunde Leber". Es sollte darauf hinweisen, dass gerade in Deutschland viele Anlaufstellen und Therapiemöglichkeiten für Patienten bestehen. Es gibt spezialisierte Fachgesellschaften von Ärzten sowie Organisationen wie die Deutsche Leberhilfe e.V. und die Deutsche Leberstiftung, die Patienten ergänzend zum Arztgespräch informieren und das Bewusstsein für Lebererkrankungen schärfen wollen. Gleichzeitig gibt es aber immer noch hartnäckige Vorurteile, dass Leberkrankheiten selbstverschuldet und nur ein Problem von Randgruppen sei.
PARTNER: ARZT UND PATIENT
Ebenso wichtig ist den Ausrichtern, dass ein partnerschaftlicher, gleichberechtigter Umgang zwischen Arzt und Patient stattfindet. Erfahrungsgemäß funktioniert die Zusammenarbeit viel besser und die Therapieerfolge sind deutlich höher. Nur so lässt sich die Therapie individuell anpassen, nur dadurch können alle aktuellen medizinischen Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden.
Welthepatitistag 2007
Jeder zehnte Mensch auf der Welt hat eine Hepatitis und die Spätfolgen der Hepatitis B und Hepatitis C zählen zu den häufigsten Todesursachen. Grund genug für die Deutsche Leberhilfe e.V. um gemeinsam mit der Europäischen Leberpatienten-Organisation (European Liver Patients Association, ELPA) anlässlich des Welthepatitistages 2007 (WHAD) am 1. Oktober 2007 zum Test aufzurufen.
Der Welthepatitistag (WHAD) fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt - und das bereits in über 44 Ländern. Die Europäische Leberpatienten-Organisation, der die Deutsche Leberhilfe e.V. angehört, hat gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation Europa (WHO Europe) in Brüssel verschiedene Aktionen initiiert. Mitgetragen wurden die Maßnahmen vom European Center for Disease Prevention and Control (ECDC), internationalen Patientengruppen und prominenten Aktivisten wie Sir Bob Geldof und der kürzlich verstorbenen Gründerin von "The Body-Shop", Dame Anita Roddick (Abbildung), die selbst chronisch an Hepatitis C erkrankt war und sich sehr engagiert in den britischen Hepatitis-C-Trust eingebracht hat.
Hepatitis weltweit
Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit 180 Millionen Menschen mit Hepatitis C infiziert sind, 350 bis 400 Millionen Menschen mit Hepatitis B. In Deutschland haben etwa 1,2 Millionen Menschen eine chronische Hepatitis B oder C, aber über 70 Prozent wissen nichts davon. In einer Studie des Robert Koch-Instituts liegt das Hepatitis C Virus an zweiter Stelle der gefährlichsten Krankheitserreger - nach dem Influenza-Virus und noch vor HIV. Beide Hepatitis-Infektionen werden auch als "stiller Killer" bezeichnet, denn sie werden häufig nicht entdeckt und können zu Leberzirrhose, Leberkrebs und tödlichem Leberversagen führen.
THEMA IN BRÜSSEL
Im Europäischen Parlament fand erstmals eine Podiumsdiskussion zum Thema Hepatitis statt, die von Stephen Hughes (MEP) und der ELPA gemeinsam moderiert wurde. Vorausgegangen war eine Erklärung des Europäischen Parlamentes im Frühjahr dieses Jahres, die dringend empfohlen hat, grenzübergreifende Initiativen zu Hepatitis C innerhalb der EU zu etablieren.
Dazu zählen beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, um eine bessere Früherkennung von Hepatitis B und C und einen breiteren Zugang zu Behandlung in den Mitgliedsstaaten zu ermöglichen.
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