Ausgabe 2 - Dezember 2009

Ausgabe 2 - Dezember 2009

Editorial

Auf der Tagung der AASLD  » Optimierung der aktuellen Optionen » Immer mehr Leistung für wenig Honorar?weiter 

KONGRESS

60th AASLD, The Liver Meeting, Boston 30. Oktober bis 3. November 2009
Neue Substanzen, neue Strategien und viele spannende Details

Die 60. Tagung der AASLD fand in diesem Jahr großen Zuspruch. Nach Angaben des Veranstalters waren über 8.000 Teilnehmer nach Boston gereist. Sie erlebten eine Tagung mit vielen Möglichkeiten zur Fortbildung, aber auch vielen wissenschaftlichen Neuigkeiten und Highlights. Unter anderem wurden klinische Daten zur ersten Interferon-freien direkt antiviralen Hepatitis C-Therapie vorgestellt.weiter 

FORUM


Fragen und Antworten aus der  Praxis

Fragen und Antworten aus dem Praxisalltag zur Hepatitis C  weiter 

FORTBILDUNG

Markus Heim, Basel:
Nicht-Ansprechen auf Interferon bei HCV-Therapie

Nur etwa 50% der Patienten mit chronischer Hepatitis C können mit der gegenwärtigen Standard-Therapie mit pegyliertem Interferon- a und Ribavirin geheilt werden. Die Erfolgschancen einer Therapie hängen von viralen Faktoren wie Genotyp und Viruslast, aber auch von Wirtsfaktoren wie z.B. Ethnizität, Geschlecht, Alter, Insulinresistenz, Diabetes mellitus und BMI ab. Molekulare Analysen von Leber-biopsien haben aufgezeigt, dass viele Patienten schon vor der Therapie ein aktiviertes Interferonsystem in der Leber haben, und dass diese Patienten dann nicht auf die Therapie ansprechen. Von mehreren Gruppen wurde kürzlich veröffentlicht, dass die Therapie-Ansprechrate mit Allelvarianten des Interleukin 28B Genes korreliert. Diese neuen Erkenntnisse über die Ursachen des Nicht-Ansprechens auf Interferon basierte Therapien könnten den Weg für therapeutische Ansätze öffnen, die auf eine Verbesserung der Interferon-Wirkung abzielen.  weiter 

Hartwig Klinker, Würzburg:
Ribavirin – Strategien zur Verbesserung des Therapieerfolges

Die Ribavirin-Exposition ist sowohl für den Therapieerfolg als auch für die Nebenwirkungsrate von besonderer Bedeutung. Deshalb liegt die Frage nahe, ob sich der Therapieerfolg durch eine Optimierung der Ribavirin-Exposition unter Berücksichtigung der Pharmakokinetik der Substanz verbessern lässt. Hierzu ist zunächst eine bessere Kenntnis über die individuelle Ribavirin-Exposition wünschenswert. Dies erscheint möglich durch die Messung von RBV-Plasmakonzentrationen mit dem Ziel eines Therapeutischen Drug Monitoring (TDM).  weiter 

Martin Schäfer, Essen:
Antidepressive Differentialtherapie bei Patienten mit Lebererkrankungen

Als Standardtherapie depressiver Symptome bei chronischen Lebererkrankungen haben sich selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und noradrenerg-serotonerg wirkende Substanzen etabliert. Die Dosierung sollte dabei unter engmaschiger Kontrolle konsequent bis zu einem ausreichenden Therapieansprechen gesteigert werden. Bei Nichtansprechen ist eine Kombination mit einem zweiten Antidepressivum oder ein Wechsel auf eine Substanz mit anderem Wirkprofil empfehlenswert. Die häufigsten Gründe für Nichtansprechen sind Non-Compliance, Rapid-Metabolizer sowie unzureichende Dosis und/oder Therapiedauer.weiter 

Holger Hinrichsen, Kiel:
Zukünftige Therapieoptionen bei der Hepatitis C

Die Zulassung des ersten Proteaseinhibitors wird voraussichtlich 2012 erfolgen. Aufgrund der höheren SVR-Raten und der möglicherweise kürzeren Therapiedauer werden die direkt antiviralen Substanzen vermutlich auch rasch weite Verbreitung finden. Dann wird es sich zeigen, ob sich auch im klinischen Alltag so gute Ergebnisse wie in den Studien erreichen lassen oder ob Nebenwirkungen, Compliance, Resistenzen und Therapiekosten den Erfolg limitieren. Fest steht schon jetzt, dass die Tripletherapie noch schwieriger zu steuern ist als die Standardtherapie und in die Hand von erfahrenen Ärzten gehört.  weiter 

HBsAG

Jörg Petersen, Hamburg:
Die Rolle des HBsAg in der Therapie der Hepatitis B

Die Therapiemöglichkeiten der chronischen Hepatitis B haben sich in den letzten fünf Jahren deutlich verbessert. Neue Ziele der Behandlung sind neben der dauerhaften Suppression der Virusreplikation möglichst auch der HBsAg-Verlust und die HBs-Serokonversion als Zeichen der immunologischen Kontrolle der Erkrankung. Der Abfall des HBsAg-Spiegel unter der Therapie könnte ein früher Marker dafür sein.  weiter

Wolfram H. Gerlich, Giessen:
HBsAg-Quantifzierung

Das Surface-Antigen (HBsAg) des Hepatitis B Virus (HBV) ist seit seiner Entdeckung in Seren von Patienten mit akuter Hepatitis im Jahre 1968 die Hauptstütze der Hepatitis-Diagnostik. Entsprechend viel Aufmerksamkeit wird der Sensitivität und Spezifität der HBsAg-Testkits geschenkt. Vernachlässigt wurde aber jahrzehntelang die Quantifizierung des HBsAg, obwohl schon in den 1970er Jahren genaue Methoden hierfür entwickelt worden waren (Gerlich & Thomssen 1975).  weiter 

MITTEILUNGEN


Kompetenznetz Hepatitis
Individualisierte Therapiestrategie mit Peginterferon alfa-2b plus Ribavirin

Die Individualisierung der Behandlungsdauer ist ein wichtiger Ansatz zur Optimierung der HCV-Therapie. Ein wichtiger Faktor ist hier die virale Kinetik in der Anfangsphase der Therapie. Doch offenbar spielen auch weitere Faktoren eine Rolle, die bei einer Verkürzung der Therapiedauer in Betracht gezogen werden sollen.  weiter 


Deutsche Leberhilfe e.V.
Qualität der Arzt-Patienten-Beziehung bei Hepatitis B und C

Bisher haben nur wenige Untersuchungen die Beziehung von Hepatitis-Patienten und ihren Ärzten unter die Lupe genommen. Es ist bekannt, dass Kommunikationsprobleme gerade bei Hepatitis-Patienten häufig sind; hierunter können die Mitarbeit und die Therapietreue (Compliance) leiden.  weiter 

Meldungen

  • Hepatitis C

    13. November 2018: Viren in Nase und Enddarm nachgewiesen weiter

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    08. Oktober 2018: Ab sofort sind Bewerbung und Einreichung für den „Preis der Deutschen Leberstiftung“ möglich. weiter

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    07. Oktober 2018: 8 Wochen Glecaprevir/Pibrentasvir heilen 99% der substitutierten Patienten. weiter

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    29. September 2018: Hepatitis C mit Strategien zur Mikroelimination besiegen. weiter

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    16. September 2018: Hersteller Gilead Sciences behält sein Patent für Sofosbuvir (Sovaldi®). weiter

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  • Hepatitis E

    10. August 2018: Silvesterol – neues DAA gegen HEV? weiter

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    31. Juli 2018: Findet die fehlenden Millionen! 28. Juli 2018 weiter

  • Hepatitis A in Marokko

    16. Juli 2018: Im letzten halben Jahr wurden vermehrt HAV-Infektionen bei Reisenden beobachtet. weiter

  • Galenus-Preis 2018

    02. Juli 2018: Maviret® mit im Wettbewerb weiter

  • Preis der Deutschen Leberstiftung

    02. Juli 2018: Auch dieses Jahr zeichnete die Deutsche Leberstiftung wieder eine wegweisende hepatologische Publikation aus. weiter

  • Hepatitis C

    27. Juni 2018: Neuer Preis für Epclusa® 12 Wochen: 29.989,95 € weiter

  • Hepatitis C

    21. Juni 2018: Neuer Preis für Maviret®: 8 Wochen 29.990 €. weiter

  • HIV-Heimtest zugelassen

    20. Juni 2018: Mit dem HIV-Heimtest kann sich jetzt jeder selbst zu Hause testen.weiter weiter

  • Hepatitis E

    20. Juni 2018: Wegen steigender Infektionszahlen HEV-Test bei Blutspenden geplant. weiter

  • Nieren von Spendern mit Hepatitis C verpflanzt

    12. Juni 2018: DAA-Therapie verhinderte die Infektion der Empfänger. weiter

    • Ältere Meldungen weiter

      Diese Webseite bietet Informationen rund um das Thema Lebererkrankungen. Der Schwerpunkt liegt auf den viralen Hepatitiden Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C, Hepatitis D und Hepatitis E, Fettleber und Leberkrebs. Es werden Krankheitsbild, Diagnostik und Therapie behandelt. Insbesondere bei der Behandlung der Hepatitis B und Hepatitis C hat sich viel geändert. Hier finden eine Übersicht zu den verfügbaren Medikamenten gegen Hepatitis B und C, Studiendaten, Fachinformation und aktuelle Preise. Die aktuellen Informationen aus Medizin und Industrie richten sich an Betroffene und Ärzte.