Mutter-Kind-Übertragung vermeiden

Wien, 11. April 2019

Ohne Prophylaxe liegt die Transmissionsrate von Mutter auf Kind (MTCT) im Durchschnitt bei 29% , wobei es große regionale Unterschiede (Europa 1% Asien 34%) und Unterschiede hinsichtlich des HBeAg-Status (HBeAg-positiv 82% HBeAg-negativ 4%) und der Viruslast (<4 bis 8 log 1-10%) gibt. Durch aktive und passive Impfung des Neugeborenen lässt sich die MTCT-Rate bei HBeAg-negativen Müttern auf 0 senken, bei HBeAg-positiven Müttern immerhin auf 6%. Ein Kaiserschnitt bei hochvirämischen Frauen (VL >6log IU/ml) senkt das MTCT Risiko ebenfalls hochsignifikant. Sicherlich am besten ist die antivirale Behandlung der Mütter in der Schwangerschaft wie es auch die deutsche Leitlinie empfiehlt. Hier ist Tenofovirdiproxil, das sich auch in der Frühschwangerschaft als sicher erwiesen hat Mittel der Wahl.


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