HCV-Prävalenz in Deutschland

Amsterdam, 26.04. 2012

Die Prävalenz der chronischen Hepatitis C bei Patienten mit Migrationshintergrund  liegt in der Allgemeinarzt-Praxis bei rund 6%. 

In Deutschland liegt die Prävalenz Deutschland zählt zu den Ländern mit einer niedrigen Hepatitis-C-Prävalenz, die Prävalenz von HCV(Hepatitis-C-Virus)-Antikörpern (anti-HCV) in der Allgemeinbevölkerung wird auf 0,5% geschätzt. Mittlerweile leben aber rund 20% Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschlan nd  viele kommen aus Ländern mit hoher HCV-Prävalenz. Um die aktuelle Prävalenz besser einschätzen zu können, führte eine Arbeitsgruppe um Peter Buggisch, Hamburg,

Die Prävalenz der Allgemeinbevölkerung in Deutschland wird auf 0,5% geschätzt. Im Rahmen einer Befragung (2008-2010) wurden Daten von 8009 Patienten mit Migrationshintergrund erfasst. Es beteiligten sich 16 allgemeinmedizinische Praxen (n= 2.670 Patienten), 5 internistische Ambulanzen (n=905), 11 gastroenterologisch/ hepatologische Praxen (n=2.849) und 10 auf Drogensubstitution spezialisierte Praxen (n=1.582).

Die Prävalenz der chronischen Hepatitis C lag mit in den allgemeinmedizinischen/internistischen Praxen und Ambulanzen bei rund 6%, in den gastroenterologischen/hepatologischen und Substitutions-Praxen erwartungsgemäß höher bei etwa 26%.

Die Hälfte der HCV-positiven Patienten stammte aus den GUS-Staaten (51%). Aus Asien kamen 10% und aus Afrika 5% der Patienten. Die meisten hatten sich beim intravenösen Drogengebrauch HCV infiziert (42%). Bei 25% der Patienten war der Infektionsweg unbekannt. 21% hatten sich über Blutprodukte angesteckt und 8% über Piercings/Tattos. Rund 1% gaben an, sich beim Sex infiziert zu haben.

Am häufigsten war HCV-Genotyp 1 (59%; 37,8% Genotyp 1a und 48,6% Genotyp 1b), gefolgt von Genotyp 3 (28%), Genotyp 2 (8%) und Genotyp 4 (4%). Die Transaminasen waren nur bei der Hälfte der Patienten erhöht.


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