Prädiktoren für das Ansprechen von Telbivudin

Eine neue Analyse der GLOBE-Studie belegt die gute Wirksamkeit von Telbuvidin bei Patienten, die ähnliches Profil aufweisen wie die große Mehrzahl der Hepatitis-B-Patienten in Deutschland.

Im Rahmen der GLOBE-Studie wurden 1.367 Patienten (921 HBeAg-positiv und 446 HBeAg-negativ) zwei Jahre lang mit Telbivudin bzw. Lamivudin behandelt. Mehr als zwei Drittel der Patienten waren Männer und mehr als zwei Drittel waren Asiaten. 446 Patienten waren HBeAg-negativ mit einer mittleren HBV-DNA von 7 log Kopien/ml. Die 921 HBeAg-positive Patienten hatte eine mittlere HBV-DNA von 9,5 log.

HBeAg-negative Patienten

Insgesamt erreichten in der GLOBE-Studie nach 104 Wochen unter 82% der Patienten eine HBV-DNA unter 300 Kopien/ml im Vergleich zu 57% unter Lamivudin. In der Gruppe der HBeAg-negativen Patienten mit einer Viruslast < 7 log Kopien/ml, die die Mehrheit der deutschen Patienten repräsentiert, waren es unter Telbivudin sogar 89% versus 67% unter Lamivudin. Einen virologischen Durchbruch hatten im Telbivudin-Arm insgesamt 12% der Patienten, von den Patienten mit einer anfänglichen Viruslast < 7log Kopien/ml waren es sogar nur 4,4% verglichen mit 30% und 22,8% im Lamivudin-Arm.

95% dauerhaft supprimiert

Betrachtet man die Langzeitdaten der Patienten, deren HBV-DNA zu Woche 24 <300 Kopien/ml lag, kommt man sogar zu einem noch besseren Ergebnis. 95% dieser Patienten sind auch zu Woche 104 PCR-negativ. Im Lamivudin-Arm waren es 81%. Mit Telbivudin kann man somit bei knapp 90% der typischen Hepatitis-B-Patienten in Deutschland die Viruslast unter die anspruchvoll niedrige Viruslast-Grenze von 300 Kopien/ml senken. 95% dieser Patienten bleiben dauerhaft supprimiert. Lediglich bei 3,3% der Patienten kam es in den zwei Jahren zum viralen Durchbruch

HBeAg-positive Patienten

Von den HBeAg-positiven Patienten mit einer GPT > 2xULN und einer HBV-DNA <9 log Kopien/ml erreichten in der GLOBE-Studie 77,5% der Patienten durch Telbivudin eine Viruslast unter der Nachweisgrenze im Vergleich mit 61% aller GLOBE-Patienten. In der Lamivudin-Gruppe waren es 55% bzw. 43%

71% der Patienten mit einer Viruslast <9 log Kopien/ml waren zu Woche 24 HBV-DNA-negativ. 89% davon blieben es auch im Langzeitverlauf. Zur HBeAg-Serokonversion kam es bei 52% und zur Normalisierung der GPT bei 81%. Ein viraler Durchbruch wurde lediglich bei 1,8% in zwei Jahren beobachtet

S. Zeuzem et al, AASLD, Boston, Abstr. 994.


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