Ausgabe 2/2013 - 1/2014

Editorial

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Liebe Leserin,
lieber Leser,

Endlich 2014!

Alle haben darauf gewartet. Endlich beginnt das Zeitalter der Interferon-freien Therapie der Hepatitis C! Die Erwartungen könnten kaum höher sein: Heilung für alle mit kurzer, einfacher Therapie ohne Nebenwirkungen. Sind da Enttäuschungen nicht vorhersehbar? Nein, nicht, wenn man die Studien genau liest und erkennt, wer selbst mit den neu verfügbaren Optionen schwierig zu behandeln ist. Hier könnte es sich lohnen noch zu warten, denn im nächsten Jahr wird alles noch viel besser ...

Keine Hilfe von Fachgesellschaften

Die Fülle der Substanzen und Studien bei der Hepatitis C ist nach wie vor verwirrFür welchen Patienten ist welches Regime am besten? Und wer sollte lieber warten? Der moderne Mensch geht bei solchen Fragen im Internet auf die Suche und als Arzt zuerst auf die Seiten der Fachgesellschaften. Auf der Seite der EASL findet sich dann auch eine „aktualisierte Version der Leitlinien zur Behandlung der Hepatitis C“ vom Dezember 2013. Doch welche Enttäuschung! Das Dokument enthält detaillierte Informationen zur Tripletherapie mit Telaprevir und Boceprevir, doch kein Wort zu den neuen Substanzen Sofosbuvir, Simeprevir und Faldaprevir. Selbst in der Rubrik der angekündigten neuen Leitlinien („coming soon“) ist die Hepatitis C nicht dabei. Auf der DGVS-Seite „Leitlinie Hepatitis C“ erfährt der geneigte Internet-User immerhin schon, dass diese Leitlinie aktuell überarbeitet wird. Am aktivsten war bisher die AASLD. Die amerikanische Leber-Gesellschaft hat bereits im Juni 2013 angekündigt, dass sie das Problem erkannt hat und sich darum kümmert. Gemeinsam mit der IDSA wolle man aktuelle Internet-basierte Leitlinien erstellen. Doch bis heute (zumindest bis zum Redaktionsschluss dieses Heftes) sind diese noch nicht online.

Zulassung nach Plan

Angesichts der Vielzahl von Studien und Substanzen ist eine zeitnahe Orientierungshilfe für Ärzte (und Patienten) dringend notwendig. Leitlinien zu „alten“ Hepatitis C-Therapien, die dann erscheinen, wenn neue Therapieoptionen vor der Tür stehen, sind Zeitverschwendung. Diese Energie wäre besser für die Erarbeitung von Empfehlungen zu den Therapiemöglichkeiten 2014 eingesetzt worden. Ausreichend Zeit war ja vorhanden, denn die Zulassung der Medikamente kam nicht überraschend. Im Gegenteil – Der Zulassungsprozess verlief nach einem lange bekannten Plan.

Neues zu Hepatitis B

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Dr. Ramona Pauli-Volkert

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