Hepatitis E kann lebensgefährlich sein

02. Juni 2016

Mit Ribavirin steht ein vermeintlich gutes Medikament gegen Hepatitis E zur Verfügung – aber Ribavirin kann als „Turboschalter“ die Vermehrung des Virus beschleunigen.

Die Infektion mit dem Hepatitis E wird unterschätzt, weil sie meistens asymptomatisch verläuft. Ernste Krankheitssymptome zeigen sich bei einem geschwächten Immunsystem und lebensbedrohlich kann die Hepatitis-E-Infektion sein, wenn die Patienten transplantiert werden. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover fanden nun heraus, dass ausgerechnet Ribavirin, das einzige Medikament gegen Hepatitis E, bei transplantierten Patienten zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann. Der Grund: Ribavirin wirkt auf das virale Genom mutagen und induziert unter anderem eine Mutationen in der Virus-Polymerase, die die Vermehrung des Virus drastisch beschleunigt. Gegen die massenhafte Replikation der Viren kann Ribavirin dann nichts bewirken. In dieser Situation sollte Ribavirin abgesetzt werden, um die Vermehrung nicht noch weiter zu beschleunigen.


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