Leberschädigende Medikamente erkennen

11. April 2012

Im Rahmen der Initiative „Mechanism Based Improved Systems for the Prediction of Drug-Induced Liver Injury (MIP-DILI)“ wollen die Wissenschaftler neue Testverfahren entwickeln, die das leberschädigende Potenzial eines Wirkstoffs zu einem frühen Zeitpunkt in der Arzneimittelentwicklung erfassen.

Von Arzneimitteln hervorgerufene Leberschäden sind einer der wichtigsten Gründe für Leberversagen und Lebertransplantationen in der westlichen Welt. Trotzdem ist die Vorhersage, welche Wirkstoffe sich als toxisch für das Organ erweisen, schwierig.

Ziel der neuen Initiative ist es zu erkennen, welche Prozesse toxische Medikamente in der Leber auslösen. Dadurch könnten leberschädigende Substanzen bereits in einer frühen Phase der Arzneimittelentwicklung aussortiert werden.

Jens Timmer, Experte für die Modellierung von biochemischen Vorgängen in der Leber, wird an der Entwicklung neuer Computermodelle mitarbeiten. Sie sollen die komplexen Wechselbeziehungen offen legen, durch die das medikamenteninduzierte Leberversagen ausgelöst wird.

Das Konsortium der Initiative besteht aus elf pharmazeutischen Großkonzernen, sechs kleineren und mittelständischen Unternehmen sowie acht akademischen Partnern und einer Patientenorganisation. Die Europäische Union und die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) fördern das Projekt mit 34,7 Millionen Euro für fünf Jahre.


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