LANGER WEG ZUR ZULASSUNG » RESISTENZ GEGEN STAT-C » VIELE OPTIONEN BEI HEPATITIS B
KONGRESS
Eine neue Ära der HCV-Therapie steht vor der Tür. Die Proteasehemmer scheinen zu einem
besseren Langzeiterfolg bei kürzerer Therapiedauer zu führen als die bisherige Standardtherapie.
Selbst bei den so schwierig zu behandelnden Nonrespondern und Relapsern konnte der Proteasehemmer
Telaprevir punkten. Und bei den Polymerasehemmern gibt es ebenfalls vielversprechende Entwicklungen. Bei
der Hepatitis B liegt der Schwerpunkt auf den Nukleosid(t)en. Ziel ist die Senkung der HBV-DNA unter die
Nachweisgrenze. In beiden Gebieten sind jedoch noch viele Fragen insbesondere zur Resistenzentwicklung
offen.
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Das 5. HEP-NET Symposium, das Kompetenznetz Hepatitis und Deutsche Leberstiftung gemeinsam veranstalten,
fand auch in diesem Jahr wie gewohnt Anfang Juni in der Medizinischen Hochschule Hannover statt. Die
Tagung gab einen guten Überblick zum Stand des Wissens im Bereich der Grundlagenforschung sowie zu
aktuellen klinischen Aspekten.
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FORTBILDUNG
Die Indikation zur Re-Therapie nach erfolgloser Behandlung der chronischen Hepatitis C sollte
differenziert gestellt werden. Die Chancen auf ein dauerhaftes Ansprechen sind abhängig von der Art
der Vortherapie, den Gründen für das frühere Therapieversagen sowie der Viruskinetik bei
Re-Therapie. Eine Verlängerung der Therapiedauer hilft, das dauerhafte virologische Ansprechen zu
verbessern.
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Mit der Zulassung von pegyliertem Interferon und Ribavirin für die Re-Therapie der chronischen
Hepatitis C besteht jetzt eine rechtliche Grundlage für diese Behandlung, ohne einen Regress fürchten
zu müssen. Doch nicht jeder Kandidat ist geeignet. Vor Beginn der erneuten Behandlung sollten die Gründe
für das Therapieversagen eruiert und das Vorgehen gut geplant werden. Im Zweifelsfall kann man zunächst
12 Wochen behandeln, denn das Ansprechen zu diesem Zeitpunkt ist entscheidend für die Heilungschance.
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Als hoffnungsvollste Perspektive für eine Verbesserung des Therapieansprechens bei chronischer
Hepatitis C gelten derzeit spezifisch antivirale Substanzen gegen HCV, die gegenwärtig in klinischen
Studien evaluiert werden. Das Therapieprinzip gilt als gesichert, es gibt jedoch noch einige Probleme zu lösen,
z.B. Schwierigkeiten bei der Verträglichkeit und Nebenwirkungen sowie der Resistenzprobleme. Dennoch
kann man erwarten, dass mit Hilfe dieser Substanzen mehr Patienten in kürzerer Zeit geheilt werden können,
möglicherweise sich sogar mit Relapser und Nonresponder effektive Therapieoptionen ergeben.
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Bei der Darstellung von Lebererkrankungen in der Schwangerschaft muss zwischen
schwangerschaftsspezifischen Leberproblemen und nicht schwangerschaftsspezifischen hepatologischen
Erkrankungen unterschieden werden. Von besonderer Bedeutung für den Hepatologen sind die bereits
vorbestehenden Lebererkrankungen, z.B. eine chronische Hepatitis. Eine enge interdisziplinäre
Zusammenarbeit mit dem Gynäkologen ist in jedem Fall empfehlenswert.
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Im vorherigen Heft von Hepatitis&more
wurden aus der Tätigkeit des Konsiliarlabors (Kl) in Gießen die Bereiche Infektionsketten-aufklärung,
Virussicherheit, Standardisierung und Qualitätskontrolle behandelt. Iin Teil II geht es um folgende
Problemkreise: Gestiegene Sicherheitsstandards bei Blut- und Organspendern sowie bei der Ausübung
medizinischer Berufe, die allgemein empfohlene Hepatitis- B-Impfung, die okkulte Hepatitis B sowie
Therapieresistenz.
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MITTEILUNGEN
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Wissen ist Macht: Hepatitis B-Patienten können viel dazu beitragen, mit ihrer Situation besser
zurechtzukommen. Ein großer Teil der Verantwortung für Ihre Gesundheit liegt in den Händen
Ihres Arztes, der andere Teil der Verantwortung liegt bei Ihnen. Sie sind Ihrer Krankheit nicht
ausgeliefert, sondern können viel selbst tun.
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Meldungen
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