Welt-Hepatitis-Tag 2020: Durch Aufklärung und Tests Hepatitis C weltweit eindämmen

23. Juli 2020

Wiesbaden, 17. Juli 2020 – „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“, unter diesem Motto der World Hepatitis Alliance steht auch 2020 wieder der Welt-Hepatitis-Tag am

28. Juli. Der Tag soll global über die Risiken, aber auch Schutz- und Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis-Infektionen informieren. Damit zahlt der Tag auch auf das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO)1 und der BIS2030-Strategie2 der Bundesregierung ein: Hepatitis B und C bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. Ein weiter Weg, denn die Dunkelziffer ist groß: Laut Schätzungen wissen 290 Millionen Menschen weltweit nicht, dass sie an einer chronischen Hepatitis erkrankt sind3. Dabei gibt es insbesondere für Hepatitis C moderne Therapiemöglichkeiten und eine Heilung ist bei nahezu allen Patienten möglich.4

Der Handlungsbedarf ist groß

Weltweit sind rund 325 Millionen Menschen von einer chronischen Hepatitis B oder C betroffen und die WHO schätzt, dass davon etwa 71 Millionen Menschen chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert sind.5 In Deutschland leben rund 250.000 Menschen mit Hepatitis C und laut dem Robert-Koch-Institut kommen jedes Jahr knapp 6.000 neu gemeldete Fälle hinzu.6 Das verdeutlicht, dass es nach wie vor großen Handlungsbedarf gibt, um Hepatitis C einzudämmen. HCV wird durch Blut-zu-Blut Kontakt übertragen. Die Übertragung erfolgt häufig über intravenösen Drogenkonsum, weitere Risikofaktoren sind verletzungsträchtige Sexualpraktiken sowie ein Empfang von Blutprodukten vor 1992.6 Unbehandelt kann eine Infektion mit HCV zu bleibenden Leberschäden bis hin zum Tod führen. Da die Symptome oftmals sehr unspezifisch sind6, bemerken viele Betroffene lange nichts von ihrer Erkrankung, erkennen die Symptome nicht oder können sie nicht richtig zuordnen.

Die fehlenden Millionen finden: Durch Aufklärung und Tests

Eine frühzeitige Diagnose und anschließende Behandlung können schwerwiegende Folgen von Hepatitis C verhindern. Je eher der Betroffene mit einer Therapie beginnt, desto besser kann die Leber vor Folgeschäden geschützt werden.7 Doch nur wer über HCV, die Übertragungswege, Symptome und Test-Möglichkeiten informiert ist, kann die eigene Erkrankung erkennen, sich behandeln lassen und nach erfolgter Heilung auch andere Menschen vor einer Ansteckung schützen. Deshalb steht Aufklärung im Mittelpunkt des Welt-Hepatitis-Tags: Für mehr Wissen über HCV, die Wichtigkeit von Tests und eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung.

PLUS: Hepatitis C im Fokus

Um Hepatitis C zu besiegen, braucht es die Anstrengung von vielen. AbbVie engagiert sich deshalb für ein Leben ohne Hepatitis C, beispielsweise im Rahmen der PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C. PLUS will Menschen mit HCV aus Risikogruppen erreichen und deren regionale Gesundheitsversorgung durch eine umfassende Berücksichtigung der Lebensumstände nachhaltig und strukturell verbessern. Die Initiative vereint regionale PLUS-Projekte in verschiedenen Städten, bei denen Projektpartner vor Ort verschiedene Maßnahmen nach ihrem individuellen Bedarf gestalten. So wurden in Projektstädten beispielsweise Fortbildungen und Arbeitsangebote für Menschen mit Suchterkrankungen umgesetzt oder Kompetenztrainings und Informationsveranstaltungen rund um das Thema Hepatitis C organisiert. PLUS gibt es bisher in Stuttgart, Ludwigshafen, Hamburg, Wiesbaden, Kassel, Bochum und Mainz. Weitere Städte folgen.

Über die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C

Die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C wurde von AbbVie gemeinsam mit dem Caritasverband für Stuttgart e.V. und der Deutschen Leberhilfe e.V. ins Leben gerufen.

PLUS ist ein Ansatz für ein Mikroeliminationsprojekt, bei dem klar definierte Risikogruppen mit hoher Hepatitis-C-Prävalenz im Fokus stehen. Ziel von PLUS ist es, die regionale Gesundheitsversorgung von Menschen mit Hepatitis C in den Bereichen Drogengebrauch, Substitution, Justiz- und Maßregelvollzug, MSM, Prostitution und Migration nachhaltig und strukturell zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter www.HCVVersorgungPLUS.de.

Über AbbVie

AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes BioPharma-Unternehmen. AbbVie hat sich zum Ziel gesetzt, neuartige Therapien für einige der komplexesten und schwerwiegendsten Krankheiten der Welt bereitzustellen und die medizinischen Herausforderungen von morgen anzugehen. AbbVie will einen echten Unterschied im Leben von Menschen machen und ist in verschiedenen wichtigen Therapiegebieten tätig: Immunologie, Onkologie, Neurologie, Augenheilkunde, Virologie und Frauengesundheit sowie mit dem Portfolio von Allergan Aesthetics in der medizinischen Ästhetik. In Deutschland ist AbbVie an seinem Hauptsitz in Wiesbaden und seinem Forschungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen, sowie mit Allergan in Frankfurt vertreten. Insgesamt beschäftigt AbbVie inklusive Allergan weltweit 45.000 und in Deutschland rund 2.800 Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.abbvie.com und www.abbvie.de. Folgen Sie @AbbVie auf Twitter oder besuchen Sie unsere Karriereseite auf Facebook.

Literatur
  1. World Health Organization. Hepatitis C. Update Oktober 2017; http://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hepatitis-c (letzter Zugriff am 09.07.2020)
  2. Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen; https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Broschueren/Strategie_BIS_2030_HIV_HEP_STI.pdf (letzter Zugriff am 09.07.2020)
  3. Hepatitis: eine unterschätzte Krankheit mit hoher Dunkelziffer; https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/hepatitis-eine-unterschatzte-krankheit-mit-hoher-dunkelziffer-9689.php (letzter Zugriff am 09.07.2020)
  4. Buggisch P et al. Empfehlungen des bng zur Therapie der chronischen Hepatitis C, 2018
  5. https://www.who.int/hepatitis/publications/global-hepatitis-report2017/en (letzter Zugriff am 09.07.2020)
  6. Robert Koch-Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin, Nr. 30/2019, 30:275-288
  7. EASL (European Association for the Study of the Liver) Clinical Practice Guidelines: management of hepatitis C virus infection. J Hepatol. 2014; 60:392–420

Kontakt

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